Rückschau Sommerfest 2018

Zu unserem Sommerfest gehört unabdingbar auch immer der Besuch eines Schüttgut verarbeitenden Betriebes. Pulverförmige Fliesenkleber sind ein ganz besonderes Produkt in der Schüttgut-Industrie- produziert bei Sopro Bauchemie GmbH, die uns eine Betriebsbesichtigung ermöglichten.

Business Besuch bei SOPRO

Bei der Produktion dieser Kleber werden Rohstoffe und Produkte verwendet, die ganz unterschiedliche Eigenschaften besitzen und in der Verwendung auch entfalten. Die Sopro Bauchemie GmbH in Wiesbaden ist spezialisiert für den Profibereich zementäre, flexible und schnell erhärtender und belastbare Fugenmörtel zu produzieren. Seinen Ursprung hat das Unternehmen im Wiesbadener Stammwerk des deutschen Zementherstellers Dyckerhoff. Hier wurden bereits vor dem Zweiten Weltkrieg in der Abteilung Sonderprodukte die ersten bauchemischen Baustoffe auf der Bindemittelbasis Zement gefertigt. Aus der Abteilung Sonderprodukte leitet sich auch der Name Sopro ab. 2002 erwarb die multinational tätige Mapei-Gruppe aus Italien die Sopro Feinmörtelaktivitäten. Beschäftigt werden bei Sopro rund 580 Mitarbeiter, davon etwa 270 in Deutschland.

Von Interesse für unsere Teilnehmer war unter anderem das Thema Rohstoffannahme für die Silos. Die Vorprodukte die in Silozügen angeliefert werden nicht über fahrzeugeigene Kompressoren in die Silozellen gefördert, hier im Werk wird wegen des Immissionsschutzes mit externen Schraubenverdichtern gearbeitet, die separat eingehaust sind. „Die umweltfreundliche, ressourcenschonende Produktion und die Entwicklung emissionsarmer Produkte und Lösungen und effiziente, kostenbewusste Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette gehören zur Firmenphilosophie“ so das Statement von Bernhard Ott. Das besondere Know-How aber liegt in dem Prozess der Mischung der Produkte. Der Mischvorgang und auch die Abfüllung in spezielle ausgestaltete Papiersäcke oder Gebinde-Eimer sind das große Geheimnis.

Moderne Designer Fugenmörtel mit Gold- oder Silberglitter, müssen derart gemischt sein, dass die Partikel gleichmäßig verteilt sind und in der Anwendung bei dem Fliesenleger ein einheitliches Fugenbild ergibt. Im Werk sorgen Eirich-Mischer für dieses konstante gute Ergebnis – der Prozessvorgang blieb der Besuchergruppe aus gutem Grund verborgen. Denn dieses Know-How ist der Schlüssel zum Erfolg der Sopro Produkte.

Auf zum Stöffche

Da wir uns beim DSIV auch gerne über den Tellerrand schauen, gehören auch Programmpunkte mit zum Sommerfest, die nicht unbedingt, oder nur entfernt mit Schüttgut zu tun haben. So konnten wir uns mit einer regionalen Spezialität in der Wiesbadener Region anfreunden: dem Apfelwein. Der Apfelwein bedingt aber ein landestypischer Obstanbau- die Streuobstwiese. Ulli Kaiser vom regionalen Streuobstkreis Wiesbaden e.V. gab uns eine eindrucksvolle Einführung in das Thema.

Unsere Streuobstwiesen zeichnen sich durch eine besonders hohe Biodiversität aus. Denn hier kommen viele Tier- und Pflanzenarten vor und hier findet man so viele genetische Ressourcen in Form der Obstsorten wie in keinem anderen Ökosystem in Deutschland. Mit einer professionellen Baumpflege kann man stabile, vitale und langlebige Streuobstbäume heranziehen und erhalten.
Die regionalen Landwirte haben deshalb den Streuobstwiesen in seiner Naturschutzstrategie einen besonderen Stellenwert eingeräumt und sorgen  für den Erhalt dieser Kulturlandschaft.


Die Streuobstwiesen in und um Wiesbaden haben viel zu bieten. Sie sind nicht nur außerordentlich artenreiche Naturräume und Orte zum „Seele baumeln lassen“, sondern liefern auch regionales, gesundes Obst – zum Beispiel für den Eigenbedarf, für Keltereien oder für Brennereien. Keltereien sind ein Rückgrat für den Streuostbau, da sie einen großen Teil des Mostobstes verarbeiten. Und daraus entsteht dann das „Stöffche“ wie hier der Apfelwein genannt wird.

Die DSIV´ler waren ganz angetan von diesem Stoff – der dann auch kurzfristig für den einen oder anderen ein Alt oder Kölsch vergessen ließ. DSIV und das Stöffche scheinen zu verbinden.

Grillabend im Sommergarten

Nach dieser Exkursion ging es auf direktem Weg in den Sommergarten zum Grillabend. Hier wurden alle fündig und jeder Geschmack wurde bestens bedient. Viele anregende Gespräche der 37 Teilnehmer fanden ihren Ursprung im gemeinsam erlebten – ob bei SOPRO oder auf der Streuobstwiese oder in der Apfelweinkellerei.

Der krönende Abschluss war dann der Besuch der Wiesbadener Weinwoche mit über 110 Weinständen. Von diesem Besuch gibt es natürlich keine Fotos und es wird auch nicht kolportiert, wann die letzten Teilnehmer den Weg in ihre Hotels gefunden haben.

 

Bilder können Sie in der Bildergalerie unten sehen:

 

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